Die NFLA

Die Niederländische Föderation für Luftfahrt Archäologie (N.F.L.A.) entstand 1993 nachdem es deutlich geworden war, dass es in den Niederlanden bis dahin keine einzige strukturelle Lösung für das Aufspüren und die Bergung von Flugzeugwracks und vermisste Besatzungen aus dem Zweiten Weltkrieg gab. Heutzutage wird davon ausgegangen, dass sich noch 2000 Flugzeugwracks - davon 400 mit sterblichen Resten der Besatzungen- im Erdboden der Niederlande befinden.

Vier grosse private Bergungsorganisationen in den Niederlanden die sich mit der Untersuchung nach den Ereignissen während - und den Folgen des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg über dem Territorium der Niederlande beschäftigen und die Bergungen durchführen, haben die N.F.L.A. als Dachverband gegründet. Übrigens gab es zwischen den Mitgliedern seit längerer Zeit schon ein wechselseitig gutes Einvernehmen unter anderem auf der Grundlage des Austausches von Daten, sowie der Zusammenarbeit bei Untersuchungen und Bergungen.

Die Initiativen der N.F.L.A.-Mitglieder haben zur Klärung vieler Mysterien geführt und folglich konnten mehrere Flugzeugbesatzungen aufgespürt und identifiziert werden. Das Arbeitsgebiet ist zur Zeit noch in eine östliche und westliche Hälfte des Landes geteilt. Im Westen der Niederlande sind dies: Crash Research in Aviation Society Holland, 1940 - 1945 (CRASH) und die Aircraft Recovery Group (ARG).Im östlichen Teil sind die Stiftung Freunde des Luftfahrtrmuseums Twente (LMT) und die Dutch Aircraft Examination Group (DAEG) aktiv.

Die Arbeiten haben inzwischen einen Schatz an wertvollen Daten ergeben. Die von den Mitgliedern betreuten Museen und/oder zeitweiligen Ausstellungen vermitteln ein gutes Bild von den Ereignissen während des Luftkriegs. Jede relevante Information word registriert und für die Nachwelt festgelegt. Es gewährt einen guten Einblick in dasjenige, was sich vor, während und nach dem Absturz abgespielt hat. Die Mitglieder des N.F.L.A. halten es für sehr wichtig, das geborgene Material als einen Teil des historisch kulturellen Erbguts zu betrachten und als solches für die Niederlande zu erhalten.

Die N.F.L.A. sieht ihre Aufgabe im Advisieren, Koordinieren, Begleiten und Stimulieren der Aktivitäten ihrer Mitglieder als auch Dritter, sowie die damit zusammenhängenden musealen und educativen Altivitäten. Darum ist die N.F.L.A. als private Organisation in den Niederlanden schon Jahre lang bestrebt, eine zentrale Autorität für unter anderem Koordination von Untersuchungen nach und Bergungen von Vermissten zu sein.

Das Verteidigungsministerium zeigte sich, nach eigener Aussage, trotz passiver Einstellung nicht bereit, die Handreichung anzunehmen. All die von den Mitgliedern der N.F.L.A. entfalteten Aktivitäten werden innerhalb der in den Niederlanden geltenden gezetzlichen Vorschriften durchgeführt. Dazu werden sie ständig vom Vorstand, als vom Justiz geprüft. Auch jene, wobei sterbliche Überreste angetroffen wurden sind erfolgreich verlaufen und haben problemlos zur Identifizierung der Opfer geführt.

Die jahrenlange Erfahrung und die verfügbaren technischen, finanziellen und dokumentarischen Mittel der N.F.L.A. (Mitglieder) beweisen, dass Untersuchung und Bergungsarbeit sehr sorgfaltig durchgeführt werden, dieses und jenes mit (inter) nationalem Unterstützung.

Die Mitglieder der N.F.L.A. arbeiten aus ihrem historisch, gesellschaftlichen Bewusstsein, auf nicht-kommerzieller Basis und mit Pietät und Respekt hinsichtlich aller Beteiligten.

Aufgrund dieser Einstellung und mit Sponsoring von gleichgesinnten ziviltechnischen Betrieben, die ihr know-how zur Verfugung stellen, daneben aber auch sachkundige, ehrenamtliche Assistenten, ist man imstande, die Untersuchungen und Bergungen mit dem höchstmöglichen Grade an Sachverstand durchzuführen, Grund dafür, dass sich im zunehmenden Masse viele Vereine, lokale und regionale Behörden an die N.F.L.A. wenden.

So werden die Gemeinden die eine Bergung für Wünschenswert halten oder für notwendig erachten, ständig mit hohen Kosten konfrontiert.. Nur wenn vorher das Vorhandensein von hochexplosivem Sprengstoff vermutet wird kann die Gemeine einen staatlichen Zuschuss beantragen, doch dieser deckt nimmer die dafür vorzufinanzierenden Kosten, die , vor Allem, ebenfalls nicht angegeben, durch den oft unlimitierten Einsatz von ziviltechnischen Mitteln in astronomische Höhen steigen. Die Gemeinden nehmen häufig erst dann die Bergung vor, wenn diese wegen vorgenommener infrastruktureller Arbeiten oder anderer Baumassnahmen notwendig wird oder geworden ist.

Die N.F.L.A. bedauert das, weil einerseits hinsichtlich der noch lebenden Angehörigen die Dringlichkeit des Ausfindigmachens und der Bergung von Vermissten immer empfindlicher wird und andererseits durch nicht intensivieren dieser Aktivitäten, die Nachwelt vor immer schwierigeren Lösungsproblemen stehen wird, was die Lokalisierung und Identifizierung der Maschinen und deren Besatzungen, als auch Sprengstoffe und andere Umweltbelastende Elemente anbetrifft.

Die N.F.L.A. und Ihre Mitglieder erweitern ständig ihre Aktivitäten in der Überzeugung, dass ihre Anstrengungen nicht nur dem Interesse der niederlandischen Geschichtsschreibung dienen, sondern vor Allem auch im Interesse derjenigen, die bis auf den heutigen Tag über das Schicksal ihrer Lieben in Ungewissheit verkehren.

Die Arbeitsgruppe Luftfahrtinfrastruktur

Seit 1995 beschäftigt sich die N.F.L.A. auch mit dem Inventarisieren von Gebäuden und der übrigen Infrastruktur, die mit der Luftfahrt zu tun hat oder gehabt hat.. Kurzum: Wo Flugzeuge sind oder warengibt/gab es Flugplatzbebauung und es lag auf der Hand, dass die N.F.L.A. mit dieser Untersuchung gestartet ist. Bisher jedoch hat sie als einzige Instanz hierzu die Initiatiive ergriffen und hat es in den Niederlanden noch keine strukturelle Untersuchung gegeben. Diese Pioniersfunktion bringt die nötige Aufmerksamkeit spezifischer Punkte mit sich - unbekannt, unverlangt-, diese Redensart hat sicherlich auch für diese Kategorie von Gebauden gegolten. Die N.F.L.A. hat die nötige externe Aufmerksamkeit auf die Untersuchung verwenden lassen von Interessenten wie vom Militär(in den meisten Fällen die Benutzer der Gebaude), von kommunalen, provinzialen und staatliche Behörden, aber auch von anderen Sachkundigen der Architektur und auf dem Gebiet der Verteidigungswerke, usw. Über die Medien hat die breite Bevölkerung von diesem unkultivierten Gebiet erfahren können.Weiter zu beachten sind Berührungspunkte mit anderen Disziplinen wie der Luftkrieg über den Niederlanden und darüber hinaus und die Entwicklung der Luftfahrt(technik). Die Untersuchung erstreckt sich auf die Anfangsperiode der Luftfahrt in den Niederlanden bis einschliesslich 1945 jedenfalls was aus der Zeit an Steinwerk restiert. Die Untersuchung ist jetzt grösstenteils abgeschlossen mit der Folgerung, dass noch viele von den etwa 400 Objekten aus dieser Periode es wert sind erhalten zu bleiben. Die N.F.L.A. hat dazu u.A.eine Reihe von Anträgen für den Reichmonumentenstatus eingereicht, wie für den Flugplatz Deelen(der grösste private Antrag in den Niederlanden), Teile des Marineflughafens Valkenburg und einige Objekte auf dem Militärflugplatz Leeuwarden.

Adresse:

NEDERLANDSE FEDERATIE VOOR LUCHTVAARTARCHEOLOGIE
N.F.L.A.
Graslaan 10,
1424 SB De Kwakel, Die Niederlände
Tel: +31-297-530667
Fax: +31-297-580795

E-mail: crash40-45@hetnet.nl

 



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